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Jugendschutz / Straßensozialarbeit + UNBÜROKRATISCH + VERTRAULICH/ANONYM + HILFE SOFORT
 
 

1993 wurde von uns die Initiative "Künstler und Künstlerinnen für den Jugendschutz" ins Leben gerufen. Seitdem ist es uns jedes Jahr gelungen, einen namhaften Künstler oder Künstlerin für die Gestaltung der Schulferienkalender und eines dazugehörigen Plakates zu gewinnen. Der Kalender wird in einer Auflage von 80.000 Stück gedruckt und kostenlos an alle hannoverschen Schüler und Schülerinnen verteilt. Die Plakate können gegen einen Kostenbeitrag im Sekretariat, Herrenstraße 11 erworben werden (vom Künstler / der Künstlerin signiert 20,- €, sonst 10,- €).
Der Gesamterlös des Verkaufs fließt in soziale Projekte für in Not geratene Kinder und Jugendliche in Hannover.

 

2012
Schülerin des 1. Jahrgangs der Berufsbildenden Schule Handel


Bei der Prävention vor Gefahren im Internet sind der (zu) großzügige Umgang mit eigenen Bildern und Daten, Mobbing, das "Sammeln" von "Freunden" sowie das bewusste Unterscheiden zwischen Freunden und Bekannten wichtige Themen. Deshalb hat der Jugendschutz / Straßensozialarbeit mit dem diesjährigen Schulferienkalender das Thema aufgegriffen. In Zusammenarbeit mit smiley .e.V. wurden gezielt Schulklassen dafür gewonnen, sich mit dem Thema im Unterricht oder während Projekttagen intensiv zu befassen und dann Motivideen zur Gestaltung des Schulferienkalenders zu erarbeiten.

Diese Vorschläge konnten im Rahmen eines Ideenwettbewerbs in Form von Einzel- oder Gruppenarbeiten eingereicht werden.

Der von uns ausgewählte Entwurf für den Schulferienkalender 2012 wurde von einer Schülerin des 1. Jahrgangs der Berufsbildenden Schule Handel gestaltet. Der Vergleich des Datennetzes mit einem Spinnennetz, in dem man sich noch sicher wähnt obwohl man schon als sichere Beute ausgemacht wurde, ist sehr gelungen. Die Ironie der Aussage "Im Netz bist Du sicher!" wird durch den Slogan "Nicht alle Menschen im gleichen Netzwerk sind wirklich Deine FreundInnnen" noch einmal auf einer sachlichen Ebene erläutert.

 

2011
Ein Entwurf der Berufsbildenden Schule Handel aus Hannover


Im Jahr 2010 haben sich nach aktueller Schätzung des Robert Koch-Instituts 3000 Menschen neu mit HIV infiziert, etwa 70 000 Menschen leben in Deutschland mit HIV.
Am häufigsten wird HIV beim Sex ohne Kondom übertragen (BZgA).
Um das Infektionsniveau möglichst niedrig zu halten muss die nachwachsende Generation immer wieder während Präventionsveranstaltungen über Ansteckungsrisiken und Schutzmöglichkeiten (Motivation zur Kondombenutzung) informiert werden.
Das Motiv des Schulferienkalenders 2011 ist ein Entwurf der Berufsbildenden Schule Handel aus Hannover. Insgesamt wurden 125 Vorschläge eingereicht.
Mit dem Schulferienkalender und dem dazugehörigen Plakat möchten wir auf unser niedrigschwelliges Beratungsangebot aufmerksam machen.

 

2010
8 Jugendliche in Zusammenarbeit mit dem Jugendzentrum Feuerwache


In Zusammenarbeit mit dem Jugendzentrum Feuerwache hat sich eine Kleingruppe von 8 Jugendlichen (6 männl., 2 weibl.) mit Migrationshintergrund gebildet, um das Thema bildlich umzusetzen. Die Jugendlichen haben sich über einen Zeitraum von ca. 4 Monaten mit allen Facetten des Themas befasst (Integration, Rassismus, Familie, Rolle der Frau, Parallelgesellschaften, Gewalt, Vorurteile etc.). Zu dem ausgewählten Entwurf &Fest der Kulturen& hatten die Jugendlichen recherchiert, dass in Hannover zur Zeit 120 000 Menschen aus 160 Ländern mit Migrationshintergrund leben. Auf dem Bild soll die Vielfalt der Kulturen durch die Farben verschiedener Nationalflaggen dargestellt und auf ein friedliches Zusammenleben hingewiesen werden.

 

2009
Schülerin der Klasse 9b
der
Freiherr-vom-Stein Realschule


Das Thema Alkohol ist 2008/2009 ein Schwerpunkt der Präventionsarbeit des Jugendschutzes / Straßensozialarbeit. Wir haben im Sommer 2008 alle Schülerinnen und Schüler ab der 6. Jahrgangsstufe zu einem Ideenwettbewerb aufgefordert, den Kalender 2009 selbst zu gestalten. Im Unterricht oder während Projekttagen sollten sie sich intensiv mit dem Thema Alkoholprävention beschäftigen und Vorschläge für die Gestaltung des Kalenders erarbeiten. Es konnten Einzel- oder Gruppenarbeiten eingereicht werden. Der von uns ausgewählte Entwurf für den Schulferienkalender 2009 wurde von einer Schülerin der Klasse 9b der Freiherr-vom-Stein-Realschule entworfen. Nach der Diskussion wurde dieser Entwurf als Vorschlag der Klasse gemeinschaftlich eingereicht. Die Aufforderung "Mehr Fun - weniger Alkohol", unser Logo für das Präventionskonzept, wurde von der Schülerin in ihren Entwurf eingearbeitet.

 

2008
Cliff Bögershausen


Cliff Bögershausen aus dem Fußballfanprojekt hat mit seinem Entwurf - ein Originalfoto aus dem Stadion - eine Szene gezeigt, die den alltäglichen Umgang mit Alkohol während eines Fußballspieles darstellt. Der Fotograf schreibt dazu: "Wenn eine größere Gruppe ein Spiel besucht, kommt schnell mal die ein oder andere Runde zusammen. Da heißt es aufzupassen, denn der Spass ist schnell vorbei! Ehe man sich versieht ist ein Becher nach dem anderen geleert und die Gründe um anzustoßen werden immer schwachsinniger. Bis es irgendwann egal wird und der Spass, wie vorher schon beschrieben, ein jähes und schnelles Ende findet."
Die Aufforderung "Mehr Fun - weniger Alkohol", unser Logo für das Präventionskonzept, wurde von ihm bereits eingearbeitet.

 

2007
Laura Drechsler
und
Kai Gläser


Die Figuren, die im Bild dargestellt sind, gehören verschiedenen Kulturen an. Sie symbolisieren die Kontinente, Länder und Städte auf der Welt. Sie kommunizieren und arrangieren sich, ohne die gleiche Sprache sprechen zu müssen. Das Miteinander, wie es auf dem Bild zu erkennen ist, ist vergleichbar mit dem Alltag an unseren Schulen. Den Schülerinnen und Schülern stellt sich eine ähnliche Situation. Auch sie müssen miteinander auskommen, sich arrangieren, kommunizieren und einander helfen.
(Drechsler/Gläser)

Die 'Funky Artists', Laura Drechsler und Kai Gläser, kommen aus Chemnitz und sind seit dem Jahr 2000 in Hannover ansässig, wo sie derzeit Grafik Design an der Fachhochschule studieren. Beide haben sich bereits in vielen Projekten intensiv mit Illustrationen im Collagenstil, Graffiti und Grafik beschäftigt. Beide haben an der Clash-Ausstellung 2004 im hannoverschen Rathaus mitgewirkt. Sie sind seit langem Besucherinnen und Besucher unseres StreetCafés, in dem sich jeden Dienstagabend Jugendliche und junge Erwachsene treffen und sich dem Thema Graffiti auseinandersetzen.

 

2006
Cliff Bögershausen


Für das Jahr 2006 - pünktlich zur Weltmeisterschaft - ist es gelungen, im Rahmen der Projektarbeit des Fanprojektes zum Thema "Gewalt und Rassismus im Fußballumfeld" einen jugendlichen Fußballfan mit der Gestaltung des Schulferienkalenders und des dazugehörigen Plakates zu beauftragen. Der Fußballfan und Fotograf Cliff Bögershausen hat mit seinem Foto die positive Stimmung in der Fankurve von Hannover 96 eingefangen und bringt mit seinem Bildentwurf zum Ausdruck, dass sowohl Fußballfans als auch Spieler gegen Rassismus und Gewalt im Fußballumfeld sind.

 

2005
Prof. Siegfried Neuenhausen


Die kreisende Bewegung des Pinsels hat ein mehr oder weniger dichtes Geflecht um ein Figur gelegt. Die roten und grünen Kreiselemente vermischen sich dabei mit der dunklen Figur. Die Folge: Da die Farben nass in nass vermalt worden sind, entstehen Mischfarben in der Figur und deren Umgebung (aus rot und grün wir braun). Man könnte das Bild so deuten: Die Figur (der Mensch) versucht, sich gegen etwas Bedrängendes oder Bedrohendes zu wehren. Oder: Die Figur (der Mensch) ist ziemlich hilflos (und gefangen) wie das Opfer der Spinne im Netz.

(Prof. Siegfried Neuenhausen)

 

2004
KONWERSKA


Frau KONWERSKA setzt die Reihe "Künstler für den Jugendschutz" fort und beschreibt ihre Arbeit wie folgt:

Die allgemein bekannten Motive - Rathaus und Skulptur von Niki de Saint Phalle - führen uns nach Hannover. Unter dem Dach-Hut-Schirm des Bürgertums öffnet sich Raum für das bunte Wesen, das seine Form noch sucht. Ob ernst und unsicher oder frech und verspielt, auch auf dem Kopf stehend, sollte das unreife Wesen den Boden unter den Füßen (Händen) nicht verlieren.

 

2003
Ulrike Enders


In diesem Plakat ist der Gegensatz ausgespielt zwischen Menschen, die im Anzug auftreten, also in der gesellschaftlich anerkannten Weise, und anderen, von denen nur die reduzierte Gestalt, nur die individuelle Haltung zu sehen ist, ohne einengende Attribute. Deren Persönlichkeit wird auch ohne die Bestätigung durch die konventionelle Einkleidung, bzw. Einbindung Aufmerksamkeit und Zuwendung entgegengebracht.

(Ulrike Enders)

 

2002
Christiane Möbus


Der mit einer Spezialkamera aufgenommene Flug des Kolibri hält genau den Moment fest, in dem der Vogel in der Luft förmlich stillsteht. Dieser Moment des 'Stillstandes' ist das Ergebnis schnellster Flügelbewegungen und höchsten Energieaufwandes und zugleich zentrale Sinnerfüllung, ermöglicht er dem Vogel doch die Nahrungsaufnahme und damit den Lebenserhalt. Bewegung und Stillstand fallen hier gewissenmaßen räumlich und zeitlich in einem Punkt zusammen. Vergleichbares ist indirekt auch auf den Holzscheiben zu beobachten. Die Schleifspuren sind Folge schneller Drehbewegungen der Scheiben um die Achse. Auch hier handelt es sich um eine Bewegung, - das Rotieren der Scheiben -, bei der die Scheiben keine lineare Bewegung im Raum vollziehen und sozusagen auf einer Stelle 'stillstehen'.
Bewegung und Stillstand müssen sich als gegensätzliche Größen offenbar nicht ausschließen, das eine kann vielmehr im anderen vorscheinen, mit dem anderen zusammentreffen, wobei der Bewegung in diesem Gegensatzverhältnis das Primat zukommt. Diese widersprüchliche Einheit von Bewegung und Stillstand findet in dem ebenfalls wahrnehmbaren Gegensatz von Disitanz und Nähe eine Entsprechung. Die Fotografien zeigen in aller Deutlichkeit, dass der Kolibri zwar mit seinem Schnabel direkt Kontakt zur Blüte aufnimmt, gleichzeitig aber mit seinem Körper eine deutliche Distanz wahrt.

 

2001
HANS KARL


Mein Entwurf ist wertfrei. Er zeigt die Situation, wie sie sich mir darstellt. Freudig werden neue Medien angenommen - für sie eine erregende, fesselnde Welt. Zu viel der Eindrücke, zu viel der Unterhaltung? Auf jeden Fall spannend, aufregend, bunt. Bewegte Formen, starke Farben drücken das aus.

(Hans Karl)

 

2000
Timm Ulrichs


Für den Künstler sind Tätowierungen für die heutige Jugendkultur zu einer Modeerscheinung geworden. Dabei wird der Körper als Leinwand und Projektionsfläche zur Schau gestellt. Die Motive sind merkwürdigerweise überkommene klischeehafte Versatzstücke, die alle Individuierungsversuche im kollektiven Anpassungsverhalten letztlich wieder auslöschen, das gilt wohl für alles, was zur Mode, zum gängigen Code wird.

 

1999
Cem Koc


Mit dem Titel 'EYES WILD OPEN' sollen die Betrachter/-innen aufgefordert werden, hinzugehen, die Augen zu öffnen und zu handeln.

 

1998
Markus Lilienthal


                                                                                                                                                                                                                               

 

1997
Helene Janke


Helene Janke gestaltete ein Plakat unter dem Titel 'Around and around! Brief aus Kololi'. Der Schulferienkalender 1997 ist ein Bildausschnitt des Plakates. Das Plakat ist in Kololi/Westafrika entstanden, es soll Kommunikation möglich machen: Neugierig werden, hineingehen in die Details, suchen nach Bekanntem, Freunden, Spaß an den starken Farben und den jungen Mitteln aus Werbung und Comics, up and down, around and around!

 

1996
János Nádasdy


Der bekannte hannoversche Künstler János Nádasdy setzte sich mit dem Thema 'Der Einfluß der Medien und ihre Auswirkung auf den jungen Menschen' auseinander und herausgekommen ist eine künstlerisch interessante und spannende 'Bildstörung'

 

1995
SCHLANGE


Der Hamburger Künstler Schlange, der sich vornehmlich mit der modernen Adaption von Wilhelm-Busch-Motiven einen Namen gemacht hat, gestaltete das Motiv für 1995. Thematisch hat sich der Künstler mit der Gewalt und Sprachlosigkeit in unserer Gesellschaft auseinander gesetzt und das Ergebnis mit seinem 'Superzeichen' der FROMMEN HELENE konfrontiert.

 

1994
ANDORA


Der Jugendschutz möchte mit dem Schulferienkalender 1994 ein künstlerisches Zeichen gegen Gewalt in unserer Gesellschaft setzen. Das Motiv dazu lieferte der weltbekannte Pop-Künstler Andora.

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